4-Tageswanderung nach Hauenstein/Pfalz 2005


Hauenstein – die „Schuhstadt“ in der Pfalz

Das Ziel der traditionellen 4-Tageswanderung des Eifelvereins OG Höfen hieß in diesem Jahr Hauenstein in der Pfalz. Regina Scholz und Heinz Roder hatten diesen Ausflug an dem Fronleichnamwochenende mit viel Liebe ausgearbeitet und organisiert. Das Ringhotel „Felsentor“ bot dabei mit seinen hübschen Zimmern und dem leckeren Essen Quartier für die 17 Wanderer aus Höfen. Die laue Abendluft lud nach den jeweils 15 bis 19 km langen Rundwanderungen, die fast ausschließlich vom Hotel aus starten konnten, zum Bummeln oder zum „Schoppen“ ein, denn schließlich ist Hauenstein bekannt für seine unzähligen Schuhgeschäfte, mit insgesamt von mehr als 200000 Paar Schuhen, wie die Werbung verriet. So wechselte so manches Paar seinen Besitzer, auch bei unseren Wanderfreunden aus Höfen. Deshalb war am Anreisetag auch der Besuch des Schuh- museums fast schon Pflicht. An originaler Produktionsstätte in einer ehemaligen Schuhfabrik wird hier dem Besucher der wechselhafte Werdegang der Schuhindustrie näher gebracht. Das Schuhmuseum zeigt dabei, welchen Einfluss die Schuhindustrie auf das Leben und den Alltag der Menschen in dieser Region hatte. Die größte Prominentenschuhsammlung der Welt komplettiert abschließend die Eindrücke der Museumsbesucher rund um das Thema Schuh. Auch während der Wanderungen gab es viel interessantes, teils historisches zu bewundern. So wurden die Wanderer nach mühsamem Aufstieg auf den Berg „Nedding“ mit einer herrlichen Aussicht auf Hauenstein belohnt, bevor sie durch das Stephanstal bis zur Quelle der Queich, dem längsten Fluss der Pfalz gelangten. Auch das Winterkirchel auf dem Winterberg, das nach einem steilen Anstieg, dem Kreuzweg mit den verschiedenen Rosenkranzstationen, erreicht werden konnte, machte die Strapazen schnell vergessen. Dieses hübsche kleine „Kirchel“ war 1949 von Pfarrer Barudio unter Mithilfe der Bevölkerung als Dank für die glückliche Heimkehr aus dem Krieg wieder aufgebaut worden. Dabei diente der Gang über den Winterberg den Schuhmachern aus Dahn und Erftweiler als täglicher Weg zur Arbeit nach Hauenstein in die Schuhfabriken. Auch die Wolfsgrube faszinierte die Wandergruppe. Hier waren in früheren Jahren Wölfe gefangen worden, um sie von Schafen und Kühen fernzuhalten. 1908 war hier der letzte Wolf erlegt worden. Das Naturdenkmal „Dicke Eiche“ ließ erahnen, welcher Schaden diesem erhabenen Baum in einer Walpurgisnacht beigefügt worden war. Als „übler Scherz“ gedacht war die Rinde dieser Eiche 60 cm tief eingeschnitten worden. Trotz mehrerer Rettungsversuche ist dieses gigantische Naturdenkmal letztendlich doch dem Tode geweiht. Anschließend konnte noch der 456 m hohe „Hühnerstein“, der frühere Grenzstein zwischen den Besitztümern Kurpfalz und dem Fürstbischof von Speyer bestiegen werden. Die Wanderführer Regina Scholz und Heinz Roder hatten für jeden Tag, nach erfolgreicher Wanderung mit dem Überwinden des einen oder anderen kleinen Berges einen „süßen“ Leckerbissen auf dem Programm. Sei es die idyllische Rast in der Waasgauhütte oder der Besuch des traditionell am letzten Maiwochenende stattfindenden Waldfestes, vom Musikverein Hauenstein organisiert. Bevor es dann wieder nach Höfen zurück ging, wurde am letzten Tag noch das beschauliche Städtchen Annweiler besucht, mit der historischen Altstadt, dem Kurpark und der Burg Trifels, die 1938 durch Hitler neu aufgebaut worden war. Besonders sehenswert vor historischer Kulisse waren der Burgrittersaal mit gigantischen Kronleuchtern und die Schatzkammer mit Gold und Edelsteinen.
MD

Schuhmuseum in Hauenstein

Felsentor

bizarre Felsen

das Gipfelkreuz erreicht

Stimmung beim Waldfest

herrlicher Ausblick

herrliche Landschaft

Annweiler