Teil II: Arbeiten im Höfener Wald
Bis zum Übergang des Rheinlandes in preußischen Besitz nach dem Jahr 1815 gab es auch um Höfen vorwiegend Mischwald, wobei die Buche vorherrschte. Holzwirtschaftliche wurde der Wald v. a. zur Köhlerei z. B. für die Hüttenindustrie im Schleidener Tal genutzt, darüber hinaus trieb man Vieh in den Wald, die bekannten Durchwachser schätzten die Stellmacher und Hamenmacher wegen ihrer Form, und weiteres Holz verwandte man zum Hausbau. Systematische Forstwirtschaft entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung. Neben dem Förster arbeite(te)n unter seiner Regie Waldarbeiter, später Forstfacharbeiter (?), Forstwirte (?), sowie Fuhrleute mit Rückepferden. Dazu kamen Kulturarbeiter(innen), die Pflanzarbeiten durchführten. In Anwesenheit des Försters maß der Haumeister Stämme auf und nummerierte sie durch Beschlagen mit dem Nummerierhammer. Waldarbeiter fällten und schälten Stämme, was heutzutage eine Schälmaschine erledigt. Für das Fällen erfolgte die Bezahlung in Festmetern pro Kolonne, in Hanglagen gab es eine 10 prozentige Hangzulage. Nach dem 2. Weltkrieg gab es im Höfener Wald über 50 Waldarbeiter. Das Photo von 1956 zeigt einige von ihnen. Die Beförderung der Stämme aus dem Bestand erledigten die Rückepferde, die heute z. B. noch im Venn tätig sind. |