Gaststätten in Höfen


12. die Gaststätte von Scheffes Thejsse Deck, Haupstrasse, im Haus von Peter Lauscher, lt. HStA Düsseldorf 1863 mit der Adresse Montjoier-Schleidener Bezirksstrasse  160 (Nr. 12). Sie wurde im Herbst 1944 geschlossen, das Haus an einen Herrn Merz verkauft.


 

13. die Gaststätte, so das HStA Düsseldorf, von Kirch Joh. Mich. Witwe, 1863 Hs. nr. 162, Montjoier-Schleidener Bezirksstrasse (Nr. 13) Sie müßte nach dieser  Angabe unmittelbar neben Nr. 11 hier oben gelegen haben. Im HStA firmiert sie als „Schenkwirtschaft“.

14. die Gaststätte Franz Jansen, Alzerstrasse (Hönke Frenz) (Nr. 14). Sie wurde von ca. 1956/57 bis 1966 im Nebenerwerb geführt.

 

 

15. die Gaststätte Zernikow, (heute Zaunkönig), am heutigen Ort (Nr. 15).Ursprünglich befand sich hier ein Schafsstall, in den Jahren 1973/74 wurde aus losem Material, z. T. vom Umbau der Pfarrkirche, das heutige Restaurant gebaut.

 

16. die Gaststätte Höfener Mühle, am heutigen Ort (Nr. 16).

 

 

 

 

 

17. die Gaststätte Wahlerscheid (vor dem Abzweig nach Rocherath, rechts auf dem heutigen Parkplatz) (Nr. 17). Über die Errichtung dieses Gebäudes heißt es am16.2. 1884 im Montjoier Volksblatt: „Während man über Mangel an Gast- und Wirthshäusern im Allgemeinen gewiß nicht zu klagen hat und die Behörde sich bemüht, dem Übermaße nach Kräften zu wehren, gibt’s doch noch Stellen, wo sie deren  Anlagen befürworten und anordnen muß“. So sollte nämlich „am Forsthause Wahlerscheid zwischen den Strassen Montjoie-Schleiden und Wahlerscheid-Rocherath ein Wirthshaus errichtet werden, um bei dem lebhaften Verkehr von Holzfuhrleuten ihren Zugthieren Obdach zu gewähren. /.../ Es handelt sich hier um ein wirkliches Bedürfnis, welchem an den Wahlerscheidter Forsthäusern anders nicht abgeholfen werden konnte“. Es handelte sich hierbei um ein recht langes Gebäude, welches traufständig zur Strasse errichtet wurde. Am Haus befand sich auch eine Postbus-Haltestelle. Im 2. Weltkrieg wurde es schwer beschädigt und später abgerissen.

18. die Gaststätte von Matthias Gehlen, lt. HStA Düsseldorf  im Jahre 1863 „Hs.nr. 74 Misthövergasse“ als Schenkwirthschaft eingerichtet. Das vorliegende Gesuch für eine Schenkwirtschaft lautet wiefolgt: „ Kleinhändler Matthias Gehlen, Misthövergasse  Haus Nr. 74, in der Mitte des Dorfes auf dem sogenannten Misthofe, dicht an den Verbindungswegen der beiden Chaussenmäßigen ausgebauten Haupt-Dorfstraße, eine 60 Schritte von der nach Rohren führenden Communicationsstraße gelegen. 4 heizbare Zimmer, 1 Vorflur, 2 kammern und 1 Küche“ [15]. Nach diesen Angaben könnte die Gaststätte an der Stelle des heutigen Rewe-Marktes (Konsum) gelegen haben [16].

19. die Gaststätte Förster (Bosche Pitte), Ecke Triftstrasse-Schmiedegasse  (Nr. 19) [17]. Der Rohbau des Gebäudes entstand 1870, 1895 erfolgte hier die Gründung der Lyra (diese hatte hier ihr Vereinslokal, bis 1968, als sie zur Post wechselte). Die Wirtschaft war immer im Besitz der Familie Förster. Sie verfügte über eine Kegelbahn, im Anbau Schmiedegasse (querab zum Hauptgebäude) befand sich eine Schreinerei. In dieser arbeitete der Besitzer Johann Peter Förster, laut Totenzettel vom 23.1. 1903 „Gastwirth, Schreinermeister“. Johann Peter Förster „verheiratete sich hierselbst (in Höfen (nm. des Verf.)) am 18. April 1871 mit Anna Maria Elisabeth Theissen“. Der Totenzettel - wie damals üblich mit einem kurzen Lebenslauf versehen - besagt weiter: „Mit sehr gutem Erfolge betrieb er eine Gastwirthschaft und eine Schreinerei“. Ihm folgte am 5. August 1927 seine Gattin. Bei den im 1. Stock stattfindenden Bällen [18] spielte die Lyra, später, wie auch im Saal Prümmer, eine Gruppe mit Akteuren der Lyra. Der Saal wurde 1960 aus statischen Gründen geschlossen. Am 21.2. dieses Jahres fand noch der letzte Flüchtlingsball (FlüOHö) statt. Im Jahr 1960 wurde die Gaststätte an Familie Vecquerey verpachtet, später an die Familien Hombach und Breidenich (Toni), bis eine Frau Streicher ihren dort nun eingerichteten Ponihof 1986 aufgab. Heute ist das Gebäude ein Wohnhaus. Nach dem Krieg trat im Saal eine Dorfspielgruppe auf. Der TV Höfen wurde hier 1921 gegründet. Gegenüber (Schmiedegasse) befand sich eine Turnwiese, vn der im Jahre 1922 zur Sportwiese  an der Gaststätte Prümmer (Dreschert) umgezogen wurde. 3-4 Fremdenzimmer gab es ebenfalls im Hause, mit Waschtischen ausgestattet, schon 1909 mit zwei Toiletten auf dem Flur, die mit einer Wasserspülung (auf dem Speicher, mit einer Pumpe betrieben) versorgt wurden. Die Fremdenzimmer wurden z. B. von Feriengästen aus Aachen belegt, die schon vor dem Krieg mit PKWs zum Wochenende anreisten. An Speisen und Getränken führte das Haus nach dem Krieg z. B : Krammetsvögel, Hähnchen (welche gerne Monschauer Gäste zu Kirmes verzehrten) und  Braten. Gekocht wurde von Maria Förster. Im Krieg erlitt das Haus 13 Granateinschläge. Beheizt wurde der Saal mit einem Ofen. Preise für Getränke waren z. B. in den 50er Jahren 15 Pfg. für einen Els. Getrunken wurde zu dieser Zeit z. B. Dortmunder Kronen(bier), das von der Felsenkeller-Brauerei geliefert wurde, Tausendfeuer (ca. 40 %), Goldwasser (süß), Schwarzer Kater (60er und 70er Jahre), gelber Korn (ne Jääle (ein Verschnitt, stärker als einfacher Korn)), sowie in den 60ern gerne Martini. In den 70ern war Blo Wifje (Curaçao blau mit Limo) beliebt. Schon vor dem Krieg wurde Bier häufig in Milchkannen sowie Schnaps in ¼ l. Schöppchen in der Gaststätte geholt. Während des Krieges gab es keinen Schnaps. Der Wein wurde über Josef Weiß (Monschau) von der Mosel bezogen. Fand ein Ball statt, so erfolgte durch die Polizei eine Alterskontrolle (unter 18 Jahren durfte man mit [1][2]Aufsicht bis 22.30 Uhr den Ball besuchen). Die Tanzveranstaltungen fanden sonntags statt und begannen schon zwischen 17.00 und 18.00 Uhr. Spätestens um 0.00 war die Veranstaltung beendet, mit einer Sondergenehmigung gegen Gebühr, z. B. zu Kirmes, um 2.00 Uhr. Essen konnte man dann in der Gaststätte, viele gingen aber auch zwischendurch dazu nach Hause. Wie auch in der Gaststätte Schmiddem [19]fand auch hier, z. B. am 8.9.1887, eine Versteigerung statt. Dabei ging es, so das Montjoier Volksblatt vom 28.8.1887, um eine „Immobiliar=Versteigerung“, (...) „auf Ersuchen der Erben des zu Höfen verlebten Ackerers uns Wirths Johann Leonard Theißen [20] (...) in der Wohnung des Wirths Peter Förster zu Höfen“. Es wurde u. a. „das Wohnhaus Nr. 172, an der Provinzialstrasse zu Höfen, nebst Hof, Stall und Scheune (...) abgeschätzt zu einem Gesammtpreise von 7500 Mark“ zum Verkauf geboten. Zu diesem Gebäude heißt es weiter: „In dem Hause Nro 171 ist seit langen Jahren mit gutem Erfolge Gast- und Schenkwirtschaft betrieben worden. Die Lage des Hauses ist hierfür eine günstige, da dasselbe an der durch Höfen führenden Provinzialstrasse gelegen ist“.

20. schließlich das Gasthaus Waldschänke (Stöben), an heutiger Stelle (Nr. 20). Ursprünglich handelte es sich hier um ein Forsthaus des Försters mit Namen Stöben. Die Blütezeit des Lokals lag in den 50er und 60er Jahren.HotelAquariumTh


21. Hotel Aquarium, Heidgen. Peter und Marianne Reichel eröffneten 1980 Anbau an ihr Wohnhaus ein Hotel, nachdem sie eine Zeit lang darin ein Lebensmittelgeschäft betrieben hatten


[1] Information von Herrn Josef Stein, Wiesengrund
[2] a.a.O
[3] bestätigt von Herrn Josef Stein, Wiesengrund
[4] Die an dieser Seite des Gebäudes nach Aussage von Frau Margarete Theißen auch schon vor dem Krieg gelegenen  Garagen wurden bereits anderweitig, z. B. auch als Wohnungen oder für den o.g. Frisörsalon,  genutzt.
[5] so Elisabeth Pauls
[6] So der Totenzettel
[7] verlegt vom Grundstück gegenüber Vennblick
[8] s. u. Nr.
[9] v. a. von Karl-Josef Theißen, der aus dem Haus stammt
[10] Karl Rader sind wir für die meisten der Photos zu Dank verpflichtet.
[11] Die Dokumentation stammt v.a. von Helmut Prümmer, dem langjährigen Eigentümer des Hauses
[12] benannt nach seiner Verwendung durch Hermann-Josef Prümmer, Vater der Geschwister Prümmer (s.u.), der Bäcker war.
[13] Z. B. Werner Theißen
[14] s.u. Nr.
[15] HStA Düsseldorf (s.o.)
[16] Dies bestätigt auch Herr Paul Kaulartz, Höfen.
[17] Die Dokumentation lieferte maßgeblich Frau Elisabeth Pauls, geb. Förster, aus der Besitzer- Familie stammend.
[18] Der Saal wurde zu diesem Zweck oft mit Kanthölzern abgestützt.
[19] S.o Nr. 2
[20] wohl Familie Scheffes Thejsse Deck